Allgemein
Ansprechpartner: Walter Appenzeller
Adresse: Bachstr.76, 75210 Keltern
Tel.: 07236/7491
walter.appenzeller@web.de

Rolf Mertz
Ersinger Str.
75210 Keltern
Tel.: 07236/981472
RolfMertz@aol.com


Weitere Informationen zur Partei:

Wir sind der Kelterner Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen und verstehen uns selbstverständlich in allererster Linie den Bürgern hier vor Ort verpflichtet, die bei den Kommunalwahlen am 13.Juni 2004 Walter Appenzeller und Rolf Mertz in den Gemeinderat gewählt haben. Rolf Mertz wurde sogar Stimmenkönig, erhielt also von allen Gemeinderäten die meisten Stimmen.

Darüberhinaus nutzen wir selbstverständlich die Möglichkeiten, die eine Bundespartei bietet, um uns auch auf Kreis- , Landes-, Bundes- und europäischer Ebene Informationen und Gehör zu verschaffen.
Wir sind der festen Überzeugung, dass wir auf diesem Wege mehr für Keltern und seine BürgerInnen erreichen können, als wenn wir unser Engagement ausschliesslich auf die kommunale Ebene beschränken würden.

Wir treffen uns immer montags vor öffentlichen Gemeinderatssitzungen um 20:00 Uhr in der Dietlinger "Klepbergklause".
 
Da offenbar unsere Parteiseite das letzte ist, was vom Bürgerforum auf der Seite der Gemeinde Keltern übrig geblieben ist, möchte ich mit einem Beitrag von Dieter Augenstein eine Diskussion zu diesem Thema starten:
Am 20. Februar fand in Dietlingen ein höchst bemerkenswerter Vortrag von Stefan Flaig zum Thema Kostenfaktor Neubaugebiete statt.

Wer ein Lamentieren im Stile von „Mein Freund der Baum ist tot“ erwartet hatte wurde enttäuscht, - darum ging es nicht. Es ging auch nicht vorrangig um die Kosten für Erschließung, Ausgleichsmaßnahmen und Kredite. „Diese Kosten fallen nicht ins Gewicht, - sie sind marginal!“ so die Ansicht von Stefan Flaig. Starker Toback?

Doch der Reihe nach:

Stefan Flaig vom Büro Ökonsult hat für den Regionalverband Stuttgart eine Studie zum Thema "Neubaugebiete und demografische Entwicklung“ erstellt. Seine Vorausberechnung bis ins Jahr 2050 wurde in enger Zusammenarbeit mit repräsentativen Gemeinden erstellt, die Grundlagen dafür waren reale Haushaltszahlen.

Hier sind seine Thesen und Erkenntnisse:

Alle kommunalen Planungen gingen bisher von einem Bevölkerungswachstum aus. Wer sich die Alterspyramide betrachtet, - die in Deutschland schon längst keine Pyramidenform mehr hat, kommt unweigerlich zur Erkenntnis das Bevölkerungswachstum findet nicht mehr statt. Im Gegenteil, - die Bevölkerung geht zurück. Bis vor kurzem ging das statistische Landesamt davon aus, daß dieser Knick im Jahr 2025 kommen wird. Inzwischen weiß man, daß dieser Knick schon im Jahr 2012 kommt. Stichwort: „demografischer Wandel“.

Die Fixkosten der bestehenden Infrastruktur müssen auf immer weniger Einwohner umgelegt werden. Jedes zusätzliche Neubaugebiet verschärft diesen Effekt. Nach Flaigs Berechnungen werden auf lange Sicht die Gemeinden ohne große Neubaugebiete am kostengünstigsten dastehen. Erschließungskosten sind auf lange Sicht nicht entscheidend. Es ist ähnlich wie bei einem öffentlichen Gebäude, die Baukosten sind unerheblich. Das große Loch reißen die Betriebs- und Unterhaltskosten.

Noch drastischer beurteilt Flaig die Situation bei neuen Gewerbegebieten.
Jetzt schon besteht ein Überangebot an bereits fertig erschlossenen Gewerbeflächen. Die Kostenfalle sind auch hier die Betriebs-. und Unterhaltskosten.

Meine Frage ins Forum:
Kann man diese Erkenntnisse aus dem Raum Stuttgart auf Keltern übertragen?
Haben unsere kommunalen Planer übers Ziel hinausgeschossen?